Wortholz

Wort wird Holz
Wachsen und Werden

Wortholz steht für interpretierte Literatur in Form von Holzskulpturen – Wort wird Holz. Mein Ziel ist es dabei, die Holzskulpturen als Medium einzusetzen, um eine Verbindung von Literatur und realen Lebenswelten herzustellen. Es entsteht ein Dreiklang, eine Schnittmenge aus Holzskulptur, Literatur und Lebenswelt. Plastische Kunst, Literatur und das Leben berühren sich.

Es sind dabei vor allem die großen literarischen Themen des ewigen Wachsens und Werdens, des Fallens und des Niedergangs, der Zerstörung und der Auferstehung, auf welche ich mich als Vorlage für meine Skulpturen beziehe und ihnen eine Verbindung auf uns und unsere Umwelt gebe. Hierdurch erfahren auch klassische Werke aus anderen Jahrzehnten und Jahrhunderten einen neuen, aktuellen Bezug auf unsere Lebenswelt.

In meinen Ausstellungen erlebe ich immer wieder, wie schnell sich Gespräche mit Besucher*innen über wesentliche, zutiefst menschliche, oft sehr persönliche Inhalte entfalten, wenn die Skulpturen betrachtet werden. Sie regen an, berühren und lassen vielleicht in einen Spiegel blicken.

Wortholz darf also inspirieren. Motivieren. Dazu beitragen, Lebensmut und neue Energie zu gewinnen. Den Dämon aus Goethes Zauberlehrling zu vertreiben, aus dem Gefängnis auszubrechen, was Rilkes Panther nicht schafft, die richtige Flughöhe zu finden, woran Ikarus scheiterte.

Vielleicht trägt dieses Projekt dann einen Teil dazu bei, neuen Mut zu finden, Licht am Ende des Tunnels zu sehen und – ganz nach meiner Interpretation von Hugo von Hoffmannsthals Jedermann – die Kompassnadel neu auszurichten um – ganz nach Hermann Hesses Stufengedicht – neu zu wachsen und zu werden.

„Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
und dazu ward ihm der Verstand,
dass er im innern Herzen spüret,
was er erschafft mit seiner Hand.“

(aus: Das Lied von der Glocke –
Friedrich Schiller)

Über mich

Mein Name ist Heiko Nostadt, Jahrgang 1974. Wohnhaft in meiner Heimatgemeinde Kirchheim am Neckar, verheiratet, 2 Kinder.

Nach Mechaniker-Ausbildung, Zivildienst und Weltreise folgte ein Sozialpädagogik-Studium in Würzburg. Berufsstationen in Davos (CH), Winterthur (CH), Heilbronn, Sinsheim und Ludwigsburg. Nebenberufliches Studium der Kulturwissenschaften.

Die Leidenschaft zur Literatur begleitet mich seit meiner Jugend und hält bis heute an. 2009 veröffentlichte ich das Buch „Ein Junge namens Friedrich Schiller“ (Engelsdorfer Verlag Leipzig).

Künstlerisch bin ich Autodidakt. Seit 2011 schnitze ich. In der Folgezeit formte sich mein Projekt Wortholz mehr und mehr zur Symbiose von Holzskulptur, Literatur und Lebenswelt.

Seit 2018 bin ich Mitglied der Deutschen Schillergesellschaft e.V..

Wortholz in den Medien