Schauspiel
Francisco de Quevedo (1580 – 1645), spanischer Schriftsteller des Barocks

März 2015
Höhe m. Sockel: 30 cm
„Gedenke, nur ein Schauspiel ist das Leben.
Die ganze Welt ist nur Komödienbühne,
die immer wieder die Kulissen wechselt.
Wir alle sind auf ihr nur Komödianten,
erinnre dich, dass Gott in diesem Stücke
der Autor ist, der es verfasst, gedichtet…
…Verlangte er von dir, dass du den Part
von einem Armen spielest oder Sklaven,
von einem Fürsten oder einem Krüppel,
so spiele nur, was Gott dir übertrug.
Denn eines bloß fällt für dich ins Gewicht:
Vollkommen deine Rolle auszuführen
in allem was du denkst und tust und sprichst.
Jedoch den Part, das Glückslos zu verteilen,
ob lange oder kurz dein Auftritt wäre,
das zu verfügen ist nur Gottes Sache.“
Diese Zeilen Quevedos begegneten mir auf dem Handzettel einer Theateraufführung.
Ist unser Leben vorbestimmt? Müssen wir uns einem vorgegebenen Schicksal unterordnen und fügen? Oder können wir ein selbstbestimmtes Leben führen und die Gestaltung unseres Lebens selbst in die Hand nehmen?
Welche unterschiedlichen Rollen spielen wir in unserem Leben und wie gerecht werden wir diesen? Wie wichtig ist es, für Entwicklung und Wachstum einzelne Rollen zu verlassen und in andere zu schlüpfen?
„Gedenke, nur ein Schauspiel ist das Leben.“
(Francisco de Quevedo)
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