Verführung
Die Bibel, Genesis, Der Sündenfall des Menschen

April 2020
Höhe m. Sockel: 20,5 cm
Weise, hinterlistig, geheimnisvoll, mysteriös, klug und trickreich: Der Schlange werden in der Literatur verschiedenste Charakteristika zugeordnet. In vielen Kulturen und Mythologien gilt sie als Unheilsbringerin und Bedrohung.
Die wohl bekannteste literarische Darstellung der Schlange findet sich in der Schöpfungsgeschichte der Bibel als Sinnbild der Versuchung und Verführung:
„Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herrgemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt! Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!
Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.“ (Übersetzung: Schlachter 2000 – Bibel)
Zumindest William Shakespeare nimmt Eva und Adam in Schutz, wenn er in dem Schauspiel „Julius Cäsar“ Cassius zu Brutus sagen lässt:
„Wer ist so fest, den nichts verführen kann?“
Oder gemäß den Worten Oscar Wildes:
„Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugehen.“
„Sollte Gott wirklich gesagt haben,
dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
(aus: Die Bibel, Genesis,
Der Sündenfall des Menschen)
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